Beleihungsgrenze

Jedes Kreditinstitut und jede Versicherung hat in ihren Vorgaben für die Immobilienfinanzierung eine bestimmte Beleihungsgrenze. Nur Finanzierungsbeträge, die unter diesem Prozentsatz zum Wert der Immobilie stehen, können dem Kreditnehmer bewilligt werden. Beträge darüber hinaus werden nur sehr selten auch durchgeführt werden können.

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Der Grund dafür liegt in den Sicherheiten, die die Banken brauchen. Bei einer Immobilienfinanzierung wird die Immobilie selbst als Pfand eingesetzt. Dieses wird über das Eintragen der Grundschuld gemacht. Ein Kreditinstitut, welches eine Finanzierung vergibt, kann aus der Grundschuld nur 60 – 80 Prozent des Wertes der Immobilie erlangen, wenn es sich um eine erstrangige Finanzierung handelt. Versicherungsgesellschaften, die wegen niedrigerer Kreditbeträge meist eine zweitrangige Finanzierung haben, nur 40 – 60 Prozent. Für den Fall, dass ein Kreditnehmer seiner Zahlungsverpflichtung nicht mehr nachkommen kann, steht ein Verkauf oder gar eine Zwangsversteigerung der Immobilie an. Da hier nur geringere Kaufsummen, die unterhalb des Wertes der Immobilie liegen, erzielt werden können, wollen die Kreditinstitute und die Versicherungen auch keine unnötigen Risiken eingehen, wenn sie die Kreditsumme zu hoch ansetzen. Mit der geschaffenen Beleihungsgrenze also kann dieser Wert festgelegt werden, der über die Immobilie als alleiniger Pfand erzielt werden kann. Werden dem Kreditinstitut zusätzliche Sicherheiten gegeben, kann der Kredit unter Umständen auch aufgestockt werden.

Bei der immer beliebter werdenden 100%-Finanzierung vergibt das Kreditinstitut einen Kredit, der über ihrer Beleihungsgrenze liegt. Somit ist es verständlich, dass sie den Kredit auf andere Weise absichern. Deutlich höhere Zinsen sind keine Seltenheit.

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