Bereitstellungszinsen

Die Bereitstellungszinsen werden einem Kreditnehmer einer Immobilienfinanzierung in Rechnung gestellt, wenn der Kredit von der Bank bereitgestellt worden ist, der Kreditnehmer ihn aber noch nicht nutzt. Sehr häufig ist dieses bei einer Finanzierung für einen Hausbau der Fall. Der Kreditnehmer hat den Kredit bereits beantragt, es verzögern sich aber die Bauabschnitte, sodass der Kredit dann noch nicht durch die Bank ausgezahlt werden muss, oder aber nur in Teilzahlungen ausgezahlt wird, damit aktuelle Rechnungen beglichen werden können. Die Banken können das Geld aber auch nicht einem anderen Kreditnehmer geben, und somit ruht das Geld erst einmal. Da der Bank dadurch aber Zinsen entgehen, werden sie dem Kreditnehmer dann einen Bereitstellungszins in Rechnung stellen.

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Wie hoch dieser letztendlich ausfällt, dieses ist den Banken überlassen und kann auch mal 3 Prozent betragen. Viele Banken sind bei der Erhebung der Zinsen aber gütig und verlangen diese erst nach einem, drei, manchmal aber auch erst nach sechs Monaten.Somit sollte bei der Auswahl eines Immobilienkredits nicht nur nach den Zinsen gesehen werden, die für den Kredit anfallen werden, sondern sollte bei der Auswahl auch der Bereitstellungszins berücksichtigt werden, der anfallen kann, wenn das Darlehen noch nicht oder nur teilweise ausgezahlt wird.

Wenn die Anschlussfinanzierung sehr zeitfern abgeschlossen wird, wird die Bank auch einen Bereitstellungszins erheben. So werden die Zeiten, bis das Darlehen ausgezahlt wird, auch verzinst werden müssen.

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